Der Herr wird mich erlösen von allem Übel und mich retten in sein himmlisches Reich. 2. Timotheus 4,18
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Der Abschied von meiner Mutter

Gott ist ein gnädiger Gott, und es ist sein Wille, dass jeder gerettet wird. Niemals ist es dafür zu spät. Seit über 30 Jahren bete ich, dass meine Familie Jesus kennenlernt. Letztes Jahr hatte ich ein besonderes Gebet aus dem Buch Josua auf dem Herzen: „Ich und mein Haus sollen gerettet werden“. Bei einem Besuch bei meinen Eltern ging es meiner Mutter unerwartet schlecht. Ich machte mir Sorgen. Sie konnte kaum atmen. Während meines Besuchs verschlechterte sich ihr Zustand noch weiter, und sie musste ins Krankenhaus. Dort wurde ich aufgeklärt, dass sie in einem kritischen Zustand sei: Beide Lungen waren stark entzündet. Ich konnte es nicht glauben. Meine Mutter war bis vor wenigen Tagen fit und lebens- lustig. Es schmerzte mich sehr, sie so zu sehen. Ich setzte mich zu ihr und erklärte, dass meine Freunde jetzt für sie beten würden, dass sich ihr Zustand bessert. Zudem erzählte ich ihr von Jesus. Ich hatte eine besondere Postkarte bei mir, die ich ihr vorlas, und wir beteten diesen Text gemeinsam. Sie übergab ihr Leben Jesus. Es war ein besonderer Moment, denn dieses Gebet war das Letzte, was sie sprechen konnte. Direkt danach wurde sie auf die Intensivstation verlegt. Die Beatmung war so anstrengend, dass sie nicht mehr reden durfte. Weitere zwei Tage später musste sie intubiert werden. Weitere fünf Wochen wurde sie von einer Lungenmaschine beatmet. Meine Familie und ich haben meine Mutter jeden Tag besucht. Sie hat unsere Anwesenheit gespürt. Ihr Blutdruck stieg, wenn sie unsere Stimmen hörte. Ich unternahm tägliche Spaziergänge, um für Heilung und Wiederherstellung zu beten. Es war für mich eine sehr bewegende Zeit. Leider ist sie kurze Zeit später verstorben. Ihre Lungen erholten sich nicht. Der Auslöser war ein Antibiotikum, das sie aufgrund früherer Komplikationen nicht hätte bekommen dürfen. Trotz meiner Trauer und des Schmerzes darüber, empfand ich einen tiefen Frieden. Ich war Gott so dankbar dafür, dass ich zur rechten Zeit mit ihr zusammen beten durfte. Ich weiß, dass sie jetzt an einem besseren Ort ist und ich sie wiedersehen werde. Gott weiß, dass dieses Gebet auch meine Seele zur Ruhe brachte.